Erst mit guten Materialien und pfiffigen Aktionsideen gelingt es, die Positionen und Argumente zur Rentenpolitik gut an den Mann und an die Frau zu bringen. Deshalb sind hier ein paar Aktionsvorschläge zu finden, die sich ohne großen Material- und Zeitaufwand vor Ort umsetzen lassen. Zur unterstützenden Pressearbeit findet ihr hier entsprechende Hinweise.
Politiker/innen fallen zur Rente meistens schlaue Sätze ein. Aber was erwarten eigentlich die Menschen von einer "guten Rente". Das will DIE LINKE wissen, in der Fußgängerzone, am Infostand und überall wo sich Menschen aufhalten...
Dazu braucht ihr: Einen Rahmen aus Pappe (ca. 1 x 1 Meter) mit Ständer und Aufschrift "Gute Rente ist…", eine Digitalkamera, aus buntem A4-Papier zurechtgeschnittene Sprechblasen und Eddings, Menschen, die ihre Vorstellung von "Guter Rente" auf die Sprechblasen schreiben und sich im Rahmen fotografieren lassen, eine Homepage, auf der die Ergebnisse veröffentlicht werden und optional: Preise für eine Preisverleihung an die besten Statements (bzw. Auslosung).
Stell dir vor, du bist 70, und deine Rente ist so niedrig, dass du nebenbei jobben musst. Wie fühlt sich das an: Zeitungen austragen, Tüten packen oder Botendienste machen im fortgeschrittenen Alter? Das lässt sich doch simulieren. Hier und jetzt. In der Fußgängerzone, am Infostand oder vor Schulen…
Dazu braucht ihr: Eine alte Kurzsichtigkeits-Brille (schwache Stärke), bei der mit Pappstücken das Sichtfeld eingeengt ist, Gewichte für Arme und Beine (jeweils 1 kg), eine große Umhängetasche mit Zeitungen (ca. 5 – 8 kg), ein abgesteckter Parcours mit Kartons, in die die Zeitungen in einer bestimmten Zeit zu verteilen sind, sowie eine Umfrage für den Anschluss, auf dem die Menschen gefragt werden, ob sie sich Jobben im Alter vorstellen können und wollen.
Die Rente ist gar nicht so sicher. Das weiß inzwischen jedes Kind. Aber wer weiß eigentlich, was uns in der Rente erwartet, wie sie funktioniert, und welchen Einfluss die Wechselfälle des Lebens auf die Rente haben? Das lässt sich ändern. Mit einem kleinen Spiel in der Fußgängerzone, am Infostand oder vor Schulen…
Dazu braucht ihr: Die Spielanleitung, die Materialien aus dem Konzept (selbst ausdrucken und ggf. Laminieren), ein abgestecktes Spielfeld (siehe Anleitung), vier freiwillige Passant/innen, die mitspielen sowie evtl. Preise und Gewinne für die Freiwilligen.
Zum 1. Juli 2008 trat die Rentenanpassung 2008 in Kraft. Dann gibt es, gemessen an den durchschnittlichen Renten ca. 10 Euro (für Frauen 6 Euro und für Männer 11 Euro) mehr im Monat. Was kann man sich eigentlich noch dafür leisten? Lasst es uns den Menschen praktisch vorführen. Wir laden ein zum Rentenerhöhungsfrühstück in der Fußgängerzone, am Infostand oder in Seniorenwohngebäuden...
Dazu braucht ihr: 11 bzw. 6 Euro in bar, Lebensmittel, die man sich für diese/n Beträge leisten kann, Schilder, die den Zusammenhang illustrieren, ein Frühstückstisch für die Fußgängerzone, gut gelaunte Aktivist/innen.
Warum nicht eine eigene Aktionskonferenz im Orts- oder Kreisverband (das Konzept und die Materialien sind für alle da)?
Warum nicht eine Diskussion zur Rente als Schwerpunktthema auf der nächsten Versammlung?
Warum nicht in der eigenen Kommune mit Anfragen, Pressemeldungen, Anträgen und Debatten Rente und Altersarmut zum Thema machen?
Warum nicht eine eigene Aktionsgruppe zur Rentenkampagne gründen?