Nach eingehender Diskussion hat der Parteivorstand der LINKEN auf seiner Klausur am 5. Juli in großer Einmütigkeit ein 10-Punkte-Papier für eine solidarische und sichere Rente verabschiedet. "DIE LINKE fordert die sofortige Umsetzung dieser Punkte, weil diese gewährleisten, dass ein finanziell gestärktes gesetzliches System alle in die Rentenversicherung integriert und damit absichert", so der Parteivorsitzende Lothar Bisky. "Es werden höhere Renten für alle möglich, gleichzeitig wird benachteiligten Gruppen eine gezielte Höherbewertung ihrer Rentenpunkte garantiert."
Im Zentrum linker Rentenpolitik steht die Verteidigung der gesetzlichen Rente als Lebensstandard sicherndes Alterssicherungssystem. Die drei Komponenten – perspektivische Integration aller in die solidarische Erwerbstätigenversicherung, Wiedereinführung der Lebensstandardsicherung und Stärkung des Solidarausgleichs – sollen zusammen die gesetzliche Rentenversicherung strukturell zu einer armutsfesten Altersvorsorge machen. Die Rentenpolitik der LINKEN soll so das Rentenniveau für alle heben und gleichzeitig Altersarmut verhindern. Zukünftig soll die Grundsicherung im Alter innerhalb der Erwerbstätigenversicherung abgesichert werden. Das Ziel ist, dass nach Anrechnung von Einkommen und Vermögen keine Rentnerin und kein Rentner im Monat unter 800 Euro fallen dürfen.