Sachsen
Der Rentenkompromiss, den der Parteivorstand am 5. Juli gefunden hat, trägt. Das zeigte die Rentenkonferenz des Landesverbandes Sachsen, die am 12. Juli in Dresden statt fand. Katja Kipping und Michael Schlecht, beide Mitglieder im Parteivorstand, betonten vor allem Gemeinsamkeiten in der Rentenpolitik und lobten den gefundenen Kompromiss, dass niemand im Alter weniger als 800 Euro aus der gesetzlichen Rente oder der Grundsicherung haben soll. Kipping machte noch einmal deutlich, wie notwendig eine solche Mindestsicherung ist, wenn selbst ein Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde nur einen Rentenanspruch von 600 Euro bringt. Auch die Landesvorsitzende Cornelia Ernst unterstrich in ihrer Begrüßung die Notwendigkeit eines Schutzes gegen Altersarmut. Michael Schlecht mahnte jedoch, linke Rentenpolitik dürfe sich nicht nur auf die Armutsbekämpfung konzentrieren. Sie müsse auch die Mittelschichten im Blick haben, die um ihre Lebensstandardsicherung bangten. Außerdem hieße das große Thema „Kampf gegen die Privatisierung der Altersvorsorge. Anschließend an die drei Input-GeberInnen präsentierten Alexander Fischer und Katrin Mohr Fakten und Hintergründe zur Rentenpolitik und stellten Ziele und Inhalte der Kampagne vor. Die anschließende Diskussion brachte wenig Differenzen und viele konstruktive Anregungen für das weitere Vorgehen der Kampagne. Auch das Rentenspiel, bei dem anhand von Beispiellebensläufen die Funktionsweise der gesetzlichen Rente, die Folgen der Reformen sowie die Auswirkungen des rentenpolitischen Programms der LINKEN verdeutlicht werden (siehe Bild) stieß auf positive Resonanz.