Arbeitslosigkeit, Niedriglöhne und Rentenkürzungen führen in den kommenden Jahren zu einer Rückkehr der Altersarmut - wenn nicht die gesetzliche Rentenversicherung gestärkt wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine jüngst veröffentlichte Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung sowie des Max-Planck- Institut für demografische Forschung. Nur die gesetzliche Rente könne Schutz vor mehr Altersarmut bieten – so die Schlussfolgerungen der Verfasserinnen, denn gerade die Risikogruppen können sich keine private Vorsorge leisten und haben keine Betriebsrente. Wie DIE LINKE sprechen sich die Expertinnen daher für eine Stärkung der gesetzlichen Rente aus und plädieren für ihre Erweiterung zur Erwerbstätigenversicherung, höhere Beiträge für Erwerbslose, den erleichterten Zugang zu Erwerbsminderungsrenten sowie eine Höherbewertung der Rentenansprüche von Geringverdienenden. Hier geben sie allerdings zu Bedenken, dass die Rente nach Mindesteinkommen nur dann gegen Altersarmut hilft, wenn die Hürde der Beitragsjahre nicht zu hoch liegt. Wie DIE LINKE fordern sie schließlich einen Mindestlohn und eine bessere öffentliche Kinderbetreuung, damit vor allem Frauen Beruf und Familie vereinbaren und eigenständige Rentenansprüche aufbauen können.