"Verbraucherschützer wie die Bremer Verbraucherzentrale zweifeln schon lange am Nutzen der Riesterrente für die Versicherten. Umso mehr lohnt sie sich für die Versicherungsindustrie und deren Makler. Erhellend ist auch, von welchen Sachverständigen sich die Bundesregierung in Fragen der Rentenpolitik beraten lässt. Eigentlich müsste es doch auch ihr langsam peinlich sein, dass sie den Maklern der Versicherungswirtschaft seit Jahren die Axt in die Hände legt, mit der diese die Gesetzliche Rentenversicherung zerlegen. Man darf gespannt sein, wer der nächste Kriegsgewinnler im vermeintlichen Kampf gegen die Altersarmut sein wird.
Im Fall von AWD kommt noch hinzu, dass der angeblich unabhängige Finanzoptimierer den Abschluss einer Riester- oder Rüruprente bei der Swiss Life empfiehlt, die inzwischen Mehrheitsaktionär bei AWD ist. AWD finanziert zudem große Werbekampagnen für die Riesterrente und gibt Rürup Gelegenheit, auf Veranstaltungen die angeblichen Vorteile des AWD/Swiss Life-Produkts zu erläutern. Wenn man dann noch neueste Berechnungen zeigen, dass man 91 Jahre und älter werden muss, um überhaupt die versprochene Rendite bei der Riesterrente zu erreichen, wird klar, was da getrieben wird: Gnadenlose Abzocke. Optimiert werden dabei nur die Finanzen der Versicherungskonzerne. Und nun auch direkt die von Bert Rürup."