Zurück zur Startseite
14. November 2008 Klaus Ernst

Senkung der Rentenbeiträge wäre ein schwerer Fehler

"In der augenblicklichen Situation den Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung zu senken, ist in etwa so, als würde die Feuerwehr Benzin statt Wasser in ihre Löschtanks füllen. Deutschland steht am Rande einer Wirtschaftskrise, die Zahl der Erwerbslosen wird absehbar steigen, die Löhne stagnieren. Damit geraten die Rentenkassen unter Druck. Wer jetzt die Rentenbeiträge senkt, muss nach der Wahl die Renten kürzen. Am Ende profitieren nur die Arbeitgeber, weil sie die Hälfte der Beitragssenkung in die eigene Tasche stecken können, von sinkenden Renten aber nicht betroffen sind. Den Menschen ist mit solchen Taschenspielertricks nicht geholfen. Wenn mitten in der Krise die Renten gekürzt werden müssen, stürzt der Konsum weiter ab. Wer die Konjunktur stärken will, muss ein Konjunkturprogramm auflegen, das diesen Namen auch verdient. Das wäre durch höhere Steuern auf hohe Einkommen, Vermögen und Erbschaften auch gerecht finanzierbar."